Neuere Entwicklungen in der Wachstumstheorie by Monika Ruschinski (auth.)

By Monika Ruschinski (auth.)

Vor einem knappen Jahrzehnt entstanden in den united states die ersten Beiträge einer Forschungsrichtung, die heute allgemein als neue Wachstumstheorie bekannt ist. Die neue Wachstumstheorie kann als eine stringente Weiterführung des Solowschen neoklassischen Wachstumsmodells angesehen werden. Ein Hauptanliegen dieser neuen Modelle ist es, die im Solowschen Ansatz exogenen Variablen nun modellendogen zu bestimmen. Diese Entwicklung der Modelltheorie führt, im Gegensatz zur traditionellen neoklassischen Theorie, nicht zu wirtschaftspolitischer Abstinenz, sondern zu angewandter Wirtschaftspolitik. Monika Ruschinski leistet eine systematische Aufarbeitung und Verbindung der verschiedenen Entwicklungen und erläutert die grundlegenden konzeptionellen Ideen der neuen Wachstumstheorie. Darüber hinaus wendet sich die Autorin anwendungsorientierten Fragestellungen zu und arbeitet am Beispiel eines gewerkschaftlich organisierten Arbeitsmarktes die Bedeutung institutioneller Restriktionen heraus.

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Es kommt zu einem vollständigen crowding out des privaten Konsums. 1 als Referenzschaubild herangezogen werden. 2 werden die Ergebnisse des erweiterten Modells 28 Die Modellerweiterung um den staatlichen Sektor beeinflußt nicht die Entscheidungen der Firmen. 2: Die Auswirkung einer staatlichen Ausgabenerhöhung c OL_L___~--------------~~~k k vgl. 54 in einem Phasendiagramm veranschaulicht. h. die Ct senkrecht bei k. Die kt = 0- Isokline = 0-Isokline verläuft verschiebt sich um die autonomen staat- lichen Güterkäufe nach innen.

Solow (1957)), ändert nichts an der Struktur der Modelle. Die langfristige Wachstumsrate ist weiterhin von exogenen Größen abhängig und von wirtschaftspolitischen Maßnahmen unabhängig. Empirische Untersuchungen, die auf dem neoklassischen Wachstumsansatz basieren (growth accounting), zerlegen dementsprechend die Wachstumsrate in Bevölkerungswachstum und technischen Fortschritt. Die Exogenität des technischen Fortschritts war aus theoretischer Sicht sicherlich unbefriedigend und forderte zur Entwicklung von neuen Erklärungsansätzen auf.

Dagegen führt eine höhere Staatsverschuldung irn OLG-Modell zu einem Das overlapping generations-Modell 52 niedrigeren langfristigen Kapitalbestand und damit zu einem niedrigeren langfristigen Pro-Kopf-Einkommen. Staatliche Güterkäufe beeinflussen in diesem Fall nicht nur den privaten Konsum, sondern auch die Kapitalakkumulation. Damit bietet der OLG-Ansatz Raum für neoklassische Erklärungsmuster von Budgetdefiziten gegenüber der Ricardianischen Äquivalenz des repräsentativen Haushaltsansatzes.

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