Die Polygamiefrage in der frühen Neuzeit: 311. Sitzung am by Paul Mikat

By Paul Mikat

"311. Sitzung am 29. April 1987 in D'usseldorf"--T.p. verso.

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Giittingen 1962. 50 Paul Mikat vum l91 , zum Offenbarungsrecht, zahlen. Allerdings hatte die scholastische Lehre, auch die Spatscholastik der Spanier und Italiener, ein wirkliches Auseinandertreten dieser beiden Rechtsbereiche verhindert; denn die Klammer aller hochsten Rechte war die lex aeterna, die apriorische Existenz der obersten Moralprinzipien, die mit Gott selbst gegeben waren und insofern seinen Rechtssatzungen vorauslagen. Hier griffen nun die Vernunftrechtler ein, urn diese urspriingliche Einheit endgliltig zu beseitigen; denn erst wenn man diese Verklammerung loste, lieB sich das Naturrecht sakularisieren und mit einer autonom verstandenen ratio humana verschmelzen.

Wie laBt sich aber angesichts einer solchen lex moralis das Verhalten der Erzvater erklaren? An sich geht die Unwandelbarkeit des Naturrechts, laut CALOV 161 , so weit, daB es nicht einmal von Gott selbst verandert werden kann. So bleibt die Polygamie als Verletzung der lex moralis trotz gottlicher Konzessionen Sunde. Allerdings hat Gott den Patriarchen aus singularen Grunden eine specialis dispensatio 162 erteilt. Gerade der Begriff der Dispens setzt ein Verbotsgesetz voraus: Wird yom Polygamieverbot dispensiert, so ist und bleibt die Polygamie naturrechtswidrig.

Francofurti et Lipsiae 1714, cap. II 55 33-37. 13. Bei den Theologen hatte diese Auffassung noch weiterhin Bestand. Der christliche Ehebegriff wurde geradezu den alttestamentlich-vernunftrechtlichen Begriffen entgegengestellt. Zur Problematik des Ehebruchs und der fides coniugalis vgl. auch den Danziger Theologen JOACHIM WEICKMANN, Die Polygamiefrage in der friihen Neuzeit 33 zips" bedeutet das: Die Eheleute haren auf, "ein Fleisch" zu sein, wenn ein Partner sich mit einer dritten Person verbindet.

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