Bilanzwahrheit: Wunsch und Wirklichkeit by Carl Zimmerer

By Carl Zimmerer

Eine Bilanz ist nichts, was once ist, sondern etwas, was once gemacht wird. Es gibt keine Theorie, die dem kundigen Bilanzbetrachter alle Schleusen des Verständnisses für Zustand und Entwicklung eines Unternehmens öffnet. Wenn guy zwar zugeben muß, daß guy sicherlich nicht alles aus der Bilanz erkennen könne, wonach guy immer forscht: Liquidität, Rentabilität, Kreditsicherheit, Unter­ nehmenswert u. dgl. , so darf guy auch nicht in den entgegen­ gesetzten Fehler verfallen, nun anzunehmen, daß die gegen­ wärtigen Bilanzierungsgepflogenheiten in der Bundesrepublik nicht verbessert werden sollten. Noch immer ist die Bilanz, sei es in veröffentlichter Kurzform, sei es in erläuterter shape, ein außerordentlich wichtiges Hilfsmittel für die Einschätzung wirt­ schaftlicher Zustände, sei es des Vermögens, sei es des Gewinns, sei es der Verpflichtungen, sei es der Personalaufwandsquote usw. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, weder bei uns noch außerhalb unseres Rechtskreises. Daher sollte guy darüber nachdenken, wie guy bestehende Mängel beseitigt, Betrachtungsfehler meidet und welche Fragen guy zu stellen hat, um richtige Ergebnisse zu erhalten. Das vorliegende Buch ist das Werk eines Praktikers. Es ist nicht geschrieben worden, um den bisherigen Bilanztheorien eine wei­ tere hinzuzufügen. Es ist somit weder auf Vollständigkeit an­ gelegt noch auf Systematik. Der Verfasser trägt lediglich einige Ansatzpunkte zusammen, die ihm im Verlauf seiner Tätigkeit aufgefallen sind. Es geht ihm nicht darum, etwa den Fiskus reicher oder ärmer zu machen, sondern lediglich darum, die Er­ kenntnisfähigkeit des Bilanzierenden wie des Bilanzbetrachters zu steigern.

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Vergleicht guy die Liste der 500 größten amerikanischen Unternehmen des Jahres 1965 mit der entsprechenden Liste des Jahres 1985, so stellt guy erhebliche Verschiebungen in den Rangplätzen fest. Einige Unternehmen sind inzwischen von der Liste verschwunden, andere neu aufgenommen worden. ! Von 151 wäh­ rend der industriellen Revolution in den Rheinlanden Farben produzierenden 2 Fabriken sind heute nur noch acht dem Namen nach bekannt.

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3: Die Kosten der Gründung dürfen nicht als Aktiven eingesetzt werden)1). In Frankreich wird ein Großteil dieser Vorleistungskosten hingegen aktiviert. Entsprechende Positionen finden sich in allen Bilanzen, wenngleich die großen Publikumsgesellschaften in den Bilanzausweisen dahin tendieren, diesen Posten abzuschreiben. Auch in Belgien ist es gang und gäbe, die "Kosten der Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes" zu veröffentlichen. Sie finden sich z. B. in der Bilanz der Solvay & eie. S. A. in Brüssel am Das Steuerrecht ist übrigens nicht so konsequent ablehnend.

Auch diese Unterposition ist neu. Eine ähnliche Regelung ist allerdings für Wechsel nicht getroffen worden, was unserers Erachtens einen echten Mangel darstellt. Auch bei den sonstigen Anzahlungen kennt man die Fristigkeit nicht, desgleichen nicht bei den Bankguthaben, bei den Krediten an Vorstandsmitglieder (§ 89) und Aufsichtsratsmitglieder (§ 115). Das gilt auch für die nicht minder wichtigen Forderungen an verbundene Unternehmen. Der getrennte Ausweis der Wechsel und Schecks, die im Referentenentwurf ursprünglich zu einer Position zusammengefaßt waren, ist richtig.

Aufwendungen der Akquisition von Arbeitskräften: Inserate, Einstellungsprüfung, Vorstellungskosten, anteilige Kosten der Personalverwaltung usw. 2. Kosten der Einführung und Einarbeitung: Minderleistung trotz voller Bezahlung, Ausschuß, entgangener Ertrag, anteilige Verzinsung des Kapitals usw. 3. Kosten der Ausbildung und Fortbildung: Lehrgänge, Informationsaufenthalte, bezogene Zeitschriften, Mitgliedsbeiträge in Fachverbänden usw. 4. Kosten der Entlassung: Abfindungen, vorzeitige Beurlaubung, Übergangshilfen usw.

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